Mittwoch, 1. Februar 2017

Alles ist vergänglich ...







"Unser ganzes Dasein ist flüchtig
wie Wolken im Herbst; 
Geburt und Tod der Wesen
erscheinen wie Bewegungen im Tanz.
Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, 
es rauscht vorbei
wie ein Sturzbach den Berg hinab."

- Buddha -


Das genau beschreibt es, was mich 2016 extrem beschäftigt hat.
Dieses Jahr hat mir vieles aufgezeigt, mich einiges gelehrt und doch war es seit meiner Geburt das schwerste Jahr für mich.

Es gab diese Momente, in denen einfach alles still steht. Keine Luft, keinen Raum. Kennt Ihr das?
Man hängt fest.


Gestrandet in Emotionen. 
Durch den Verlust dieses geliebten Menschen- meinen Vater, wollte ich einen Ort der Trauer finden.


Mir selbst die Zeit geben und in meinem eigenen Haus der Trauer verweilen. 
Dieses Bild trifft mein Trauerhaus ziemlich gut.
Rückzug von allem. War weg. Hab mich verkrochen und ging von Zimmer zu Zimmer in diesem Haus. Die von mir bevorzugten Zimmer, ob be- oder unbewusst, waren das Zimmer der Erinnerung und das Zimmer des Verlustes/des Schmerzes.

Ich wusste, dass alles vorbei geht. Auch meine Besuche in meinem Haus der Trauer.
Alles ist vergänglich und es wird weiter gehen. Es ging weiter. Tag ein und Tag aus.


Manchmal gab und gibt es Flashbacks.

Entweder kam oder kommt der Schmerz so stark und überrannte oder überfällt mich oder ich fand mich allein auf einer Bank mit meinen Gedanken und Erinnerungen. Schwelgen.

Ich hoffe darauf, dass ich bald aus diesem Haus ausziehen darf und auch das diese Erfahrung dann vergänglich ist.

Mir hat ziemlich gut "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche geholfen. Es hat mir die Augen geöffnet und war in vielen Dingen eine große Hilfestellung.
Dieses Buch kann ich jedem in Trauer oder Sterbebegleitung empfehlen.

Es heißt nicht umsonst das Trauerjahr. Ich stehe mitten in diesem Jahr. Durch diesen Verlust gab es eine Sortierung der Prioritäten, der Gefühle, der "Was-will-ich-von-meinem-Leben?" und was ist mir wirklich wichtig.

Babbo, solltest Du mich hören, sehen oder fühlen: DU FEHLST MIR und ich liebe Dich.




Liebe Grüße, 

Eure

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